Frisch gebackene Sanitäter
Seit Sonntag verfügt das DRK im Kreis Unna und der Stadt Hamm über 20 neue Sanitäterinnen und Sanitäter.
In den vergangenen Wochen haben die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer neben Beruf und Ausbildung in ihrer Freizeit fleißig die Schulbank gedrückt und in der insgesamt 60 Stunden umfassenden Ausbildung zum Sanitäter alle notwendigen diagnostischen Maßnahmen erlernt, um beispielsweise bei einer Sport- oder Musikveranstaltung alle mehr oder weniger alltäglichen Unfallsituationen und Erkrankungen korrekt zu erkennen. Doch viel wichtiger als die Diagnostik ist das Erlernen der richtigen Maßnahmen zur Überbrückung der Zeit, bis ein Rettungswagen vor Ort ist und den Patienten in ein Krankenhaus transportiert.
„Da die Lehrgangsabsolventen nach dem Kurs eigenverantwortlich arbeiten dürfen, ist es wichtig, sie bei der Prüfung unter realistischen Bedingungen arbeiten zu lassen, um zu sehen, wie sie unter Stress reagieren. Auch wenn das hart klingt, aber die Helfer müssen im Ernstfall auch mit einer Situation wie der Love-Parade im vergangenen Jahr fertig werden.“ erklärt der Kamener Rotkreuzarzt Volker Rump, der gemeinsam mit den beiden Ausbildern Gisbert Duttke und Christian Kamp die Prüfung am Bönener Rotkreuz-Heim abnahm.
Die Prüfung bestand für alle Teams jeweils aus einer Wiederbelebungsprüfung, sowie einem leichten Fallbeispiel, wie etwa einer Muskelzerrung. Danach folgte dann die Versorgung eines Notfalls. Wie immer gut bewährt hat sich dabei das Team der Notfalldarsteller des Bönener Jugendrotkreuz. Bei einigen Darstellungen waren die Jugendlichen so sehr „verletzt“, dass ihre Schmerzschreie selbst die Aufmerksamkeit der Besucher des Fußballspiels am benachbarten Fußballplatz auf sie zog.
„Es ist zwar noch ungewohnt, plötzlich einen bewusstlosen Motorradfahrer ohne fremde Hilfe versorgen zu müssen, bis nach einigen Minuten der Rettungshubschrauber eintrifft und den Verletzten dann in eine Unfallklinik fliegen kann, aber es ist auch schön, vom Arzt dann ein freundliches `gut gemacht, Frau Kollegin` zu hören!“ freut sich die Bönener Rotkreuz´lerin Daniela Reher, die gemeinsam mit Ihrer Teampartnerin Alexandra Kamp dieses Prüfungsbeispiel mit Bravour meisterte. Dass es sich dabei nicht um einen realen Einsatz handelte, schien für die beiden am Sonntag – wie für alle anderen Prüflinge übrigens auch – in den Hintergrund gerückt zu sein.
Die frisch gebackenen Sanitäter stammen übrigens aus Bergkamen, Bönen, Hamm, Holzwickede, Kamen, Lünen, Schwerte, Selm und Unna.


